„Gemeinsam für einen verlässlichen Sozialstaat - Politik und Evangelische Kirche in der Verantwortung“
(Frankfurt) Am 26. September zeigen das Sozialstaatsbündnis Hessen und weitere Beteiligte Haltung und werden am Frankfurter Willy-Brandt-Platz öffentlich auf die aktuellen Herausforderungen des Sozialstaates und der vielfältigen Anbieter sozialer Arbeit hinweisen.
Der Geschäftsführer der Regionalen Diakonie Hessen-Nassau gGmbH (RDHN), Volker Knöll, nimmt hierzu Stellung - stellvertretend für seine Organisation, die an mehr als 200 Standorten mit 1.500 Mitarbeitenden und rund 5.000 Ehrenamtlichen Menschen in sozialen Ausnahmesituationen hilft.
Volker Knöll, Geschäftsführer der Regionalen Diakonie Hessen-Nassau gGmbH (RDHN)
„Wer bei sozialen Angeboten den Rotstift weiter ansetzt, spart nicht an Luxus, sondern an der Unterstützung für Menschen, die sie dringend brauchen.
Gerade deshalb müssen wir als Regionale Diakonie Hessen-Nassau deutlich machen: Politik und Evangelische Kirche tragen hier Verantwortung: Staat und Kommunen müssen soziale Angebote verlässlich finanzieren und auch die Evangelische Kirche Hessen-Nassau (EKHN) darf sich trotz des eigenen Spardrucks nicht aus ihrer Verantwortung für die Diakonie und die Menschen zurückziehen. Denn wenn öffentliche und kirchliche Mittel weiter sinken, während gleichzeitig der soziale Bedarf wächst, geraten genau die Angebote unter Druck, die unsere Gesellschaft zusammenhalten.
Auch wir übernehmen dabei als RDHN Verantwortung: Wir entwickeln unsere Arbeit weiter, überprüfen Strukturen und suchen nach neuen, zukunftsfähigen Lösungen. Wir werden weiter verlässlicher Partner für die Menschen und für unsere öffentlichen und kirchlichen Auftraggeber bleiben. Aber unsere Möglichkeiten sind nicht unbegrenzt: Wir stehen vor schwierigen Entscheidungen und müssen inzwischen schweren Herzens erste Angebote aufgeben - Angebote, die für viele Menschen wichtig sind und die wir gerne weiterführen möchten.
Unsere Arbeit, Diakonie, ist für uns täglich gelebte Nächstenliebe. Sie gibt Menschen Halt, schafft Teilhabe, Perspektive und hält unsere Gesellschaft zusammen. Deshalb dürfen Politik und Kirche nicht zulassen, dass soziale Infrastruktur Stück für Stück wegbricht. Wir brauchen deshalb jetzt den Mut, gemeinsam Verantwortung zu übernehmen und nicht die nächste Kürzungsrunde.
Denn wie heißt es im Galaterbrief: „Einer trage des anderen Last“.
Genau das ist der Kern diakonischer Arbeit und daran müssen sich auch Politik und Kirche messen lassen.“
Über die Regionale Diakonie in Hessen und Nassau gGmbH
Die Regionale Diakonie in Hessen und Nassau gGmbH (RDHN) ist die soziale Arbeit der Evangelischen Kirche und vereint hierbei in 9 Regionen an mehr als 200 Standorten unter dem Dach der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) vielfältige Aufgaben: Von der Migrationshilfe bis zur Schwangerenberatung, von der Wohnungslosenhilfe bis zur regionalen Tafel – nah an den Menschen als erlebbare christliche Nächstenliebe. Unterstützt von der Evangelischen Kirche, gemeinsam mit Kooperations- und Finanzierungspartnern und unterstützt durch Spenden hilft die kurz „RDHN“ genannte Institution im Kirchengebiet Hessen und Nassau.
Ihr Ansprechpartner
Axel Noé
Pressesprecher und Leiter Kommunikation