Regionale Diakonie verabschiedet sich von Ulrike Gürlet
Langjährige Leiterin widmet sich neuen Projekten – Marcel Hirsch und Ursula Schuh künftig Leitungsteam der Regionalen Diakonie Wiesbaden Rheingau-Taunus
RDHN-Geschäftsführer Volker Knöll und Ulrike Gürlet bei der Verabschiedung in der Reformationskirche in Schwalbach am 21. August 2026.
Zum 15. September 2026 beendet Ulrike Gürlet ihre Tätigkeit bei der Regionalen Diakonie Wiesbaden Rheingau-Taunus, um sich neuen Projekten zu widmen. Die Leitung liegt künftig bei Marcel Hirsch, der die Regionale Diakonie bislang gemeinsam mit Gürlet geführt hatte. Kaufmännische Leiterin ist weiterhin Ursula Schuh.
Ulrike Gürlet leitete seit 2017 die Regionale Diakonie – damals noch das Diakonische Werk – Rheingau-Taunus und übernahm zum 1. Januar 2024 gemeinsam mit Marcel Hirsch zusätzlich die Leitung der Regionalen Diakonie Wiesbaden. Beide Betriebsstätten wurden zum 1. Januar 2025 zusammengeführt: „Diese Aufgabe war herausfordernd, hat mir aber auch sehr viel Spaß gemacht“, so Ulrike Gürlet. „Ich konnte noch einmal Einblicke in neue Arbeitsgebiete und Strukturen erhalten und viele neue Kolleg:innen kennenlernen.“ Nach der erfolgreichen Bewältigung dieser Aufgabe sei nun ein guter Zeitpunkt, um noch einmal ein neues berufliches Kapitel aufzuschlagen, so die 60-Jährige.
Langjähriges Engagement in der Diakonie
Gürlets Weg in die Diakonie begann nach dem Studium der Sozialarbeit an der Evangelischen Fachhochschule Darmstadt. Zunächst war sie in Einrichtungen für Menschen mit geistiger Behinderung tätig, betreute dann psychisch kranke Menschen und nahm 1997 ihre Tätigkeit beim damaligen Diakonischen Werk Mainz-Bingen, unter anderem in der allgemeinen Lebens- und Schwangerenberatung auf. Nach dem Wechsel in den Rheingau-Taunus-Kreis arbeitete sie zunächst in unterschiedlichen Bereichen als Sozialarbeiterin, bevor sie 2007 die Bereichsleitung des Psychosozialen Zentrums, 2010 die stellvertretende Leitung und schließlich 2017 die Leitung des Diakonischen Werks Rheingau-Taunus übernahm.
Meilensteine ihrer Tätigkeit waren unter anderem die Eröffnung einer weiteren Tagesstätte sowie eines Wohnheims für psychisch kranke Menschen im Rheingau-Taunus-Kreis, der Neubau der Idsteiner Tafel, die Entwicklung der „Hilfen aus einer Hand“, außerdem wurden Angebote im Bereich Flucht und Migration neu geschaffen. Einen besonderen Schwerpunkt legte Gürlet zudem auf die Entwicklung von inklusiven Projekten und Beratungsangeboten.
Es liegt Segen auf den kreativen Projekten, die Sie angestoßen und umgesetzt haben, wie zum Beispiel auf dem Chor ‚All Inklusiv‘, der diesen Gottesdienst musikalisch so schön begleitet hat“, sagte Norbert Feick, Dekan im Rheingau-Taunus, anlässlich der Abschiedsfeier von Ulrike Gürlet in der Reformationskirche in Bad Schwalbach. „Dieses erfolgreiche Projekt verkörpert Ihr Arbeitsverständnis: sich begeistern zu lassen, sich zu vernetzen, soziale Verantwortung wahrzunehmen und nachhaltig zu arbeiten, um gute Ideen umzusetzen“, so Feick weiter.
„In den vielen Jahren ihrer Tätigkeit hat sich Ulrike Gürlet mit großem persönlichem Einsatz für Menschen in schwierigen Lebenslagen eingesetzt – von der Schwangerenberatung über die Arbeit mit psychisch kranken Menschen bis hin zur Leitung der Regionalen Diakonie Wiesbaden Rheingau-Taunus", sagte Volker Knöll, Geschäftsführer der Regionalen Diakonie in Hessen und Nassau gGmbH. Dabei habe Ulrike Gürlet ausgezeichnet, dass sie bei allen Begegnungen stets den individuellen Menschen wahrgenommen habe, so Knöll weiter. Mit dieser Haltung und dem Engagement für niedrigschwellige und ineinandergreifende Angebote habe Gürlet die Regionale Diakonie im Rheingau-Taunus und in Wiesbaden geprägt. Für diese Leistung wurde Ulrike Gürlet bereits 2022 mit dem „Goldenen Kronenkreuz“ ausgezeichnet. Die Regionale Diakonie dankt Ulrike Gürlet für ihren langjährigen Einsatz und wünscht ihr für ihre neuen Projekte alles Gute.
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Über die Regionale Diakonie in Hessen und Nassau gGmbH
Die Regionale Diakonie in Hessen und Nassau gGmbH (RDHN) ist die Soziale Arbeit der Evangelischen Kirche und vereint in 9 Regionen an mehr als 200 Standorten, unter dem Dach der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN), vielfältige Aufgaben: Von der Migrationshilfe bis zur Schwangerenberatung, von der Wohnungslosenhilfe bis zur regionalen Tafel – nah an den Menschen als erlebbare christliche Nächstenliebe. Unterstützt von der Evangelischen Kirche, gemeinsam mit Kooperations- und Finanzierungspartnern und ermöglicht durch Spenden, hilft die kurz „RDHN“ genannte Institution Menschen im Kirchengebiet Hessen und Nassau.