AKTIV Werk Wetterau feiert mit vielen Wegbegleitern
Am Freitag, 28. August hat das AKTIV Werk Wetterau der Regionalen Diakonie Oberhessen sein 20-jähriges Bestehen gefeiert.
Leitung Regionale Diakonie Oberhessen, Werkstattleiter und Mitarbeitende der Werkstatt, Mitglieder des Werkstattrats und Frauenbeauftragte des AKTIV Werks Wetterau sowie Vertreterinnen und Vertreter der LAG WfbM und der LAG Werkstatträte Hessen.
Friedberg. Rund 150 Gäste - Beschäftigte, Mitarbeitende, ehemalige Wegbegleiter:innen sowie Vertreter:innen aus Kirche, Sozialwirtschaft und kooperierenden Einrichtungen - kamen am Freitag, 28. August, in der Werkstatt der Regionalen Diakonie Oberhessen zusammen. Das AKTIV Werk war bereits im vergangenen Jahr 20 Jahre alt geworden, die gemeinsame Jubiläumsfeier wurde nun nachgeholt.
In einem gemeinsamen Gespräch blickten Christoff Jung, Leiter der Regionalen Diakonie Oberhessen, und Werkstattleiter Stefan Dietz auf die Entwicklung in den vergangenen zwei Jahrzehnten zurück. Als die damalige Diakonie Werkstatt Wetterau 2005 ihre Arbeit aufnahm, bestand das Team aus drei Mitarbeitenden und einer ersten Gruppe von 12 Teilnehmenden. Arbeitsbereiche, wie sie heute zum AKTIV Werk gehören, mussten damals erst aufgebaut werden.
Auch Gerhard Wolf, damaliger Leiter des Diakonischen Werkes Wetterau und Begründer der Werkstatt, erinnerte an die Anfänge. Er ordnete ihre Entstehung in die Entwicklung der gemeindepsychiatrischen Angebote in der Wetterau ein und erinnerte daran, wie viel sich seit den frühen 1980er-Jahren verändert habe.
Heute sind 81 Beschäftigte und 26 hauptamtliche Mitarbeitende tätig. Sieben Arbeitsbereiche bieten unterschiedliche Arbeits- und Qualifizierungsmöglichkeiten. Gleichzeitig hat sich der Auftrag der Werkstatt weiterentwickelt: Die individuelle Förderung ist stärker in den Mittelpunkt gerückt und Übergänge auf den allgemeinen Arbeitsmarkt werden gezielt vorbereitet.
„Wichtig sind freie Wahlmöglichkeiten“, sagte Dietz. Die Werkstatt müsse sowohl einen sicheren, an die individuelle Leistungsfähigkeit angepassten Arbeitsplatz ermöglichen als auch Menschen unterstützen, die den Übergang auf den allgemeinen Arbeitsmarkt anstreben.
Was das AKTIV Werk für die Beschäftigten selbst bedeutet, machte ein Mitglied des Werkstattrats deutlich: „Es tut mir einfach nur gut, hierher zu kommen und etwas zu schaffen.“
Bei aller Veränderung sei etwas Entscheidendes geblieben: das persönliche Miteinander. Trotz des Wachstums sei das AKTIV Werk kein anonymer Betrieb, für Dietz mache es die Arbeit aus, zu erleben, wie Menschen weiterkommen und Stabilität gewinnen.
Auch Christoff Jung würdigte die Entwicklung der Werkstatt und die Menschen, die sie geprägt haben. „Das AKTIV Werk Wetterau ist ein fester Bestandteil unserer Regionalen Diakonie, an dem jeden Tag Inklusion gelebt wird. Es steht für Vielfalt, Engagement und Gemeinschaft.“
Der Blick richtete sich nicht nur zurück. Der Berufsbildungsbereich wird derzeit neu konzipiert. Für die kommenden Jahre geht es darum, die berufliche Bildung weiterzuentwickeln und zugleich unterschiedliche berufliche Perspektiven zu ermöglichen.
Zu den Gratulanten gehörten unter anderem Volker Knöll, Geschäftsführer der Regionalen Diakonie in Hessen und Nassau gGmbH, Vertreterinnen und Vertreter des Werkstattrats sowie der Landesarbeitsgemeinschaft der Werkstätten für behinderte Menschen (LAG WfbM) in Hessen und ehemalige Leitungen des Diakonischen Werkes Wetterau.
Mehr über die Regionale Diakonie Oberhessen unter: www.diakonie-oberhessen.de
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